Die Engel Familie aus Reutte in Tirol
wurde durch ihre 36 Jahre dauernde Konzerttätigkeit weltweit bekannt.

1948 traten "Die Engelkinder aus Reutte" - wie sie zu Beginn genannt wurden - zum ersten Mal mit einem eigenständigen Konzertprogramm in dem Außerferner Grenzstädtchen Vils auf. Der große Erfolg dieses "Debüts" ermutigte die Familie, von nun an selbst Konzerte zu organisieren und anzubieten.
Bis Ende der 50er Jahre hatte sich die Engel-Familie - wie sie sich nun nannte - mit zahlreichen Konzerten und regelmäßigen Tourneen durch Österreich, Deutschland, Schweden, Norwegen, Spanien, die Schweiz und Holland, sowie der Mitwirkung an einem Spielfilm (mit Hans Söhnker, Hertha Feiler, Christine Kaufmann u.v.a.) einen Namen gemacht.

Vor dem Säuling in Reutte (1953)
Mit Geigen, Bratsche und Violoncello (1955)
Von links nach rechts:
Paul, Uta, Dita, Fritz, Helga, Jann, Engelvater Fritz, Max
In den 60er Jahren folgten Tourneen nach Asien, durch Süd- und Osteuropa, sowie Australien und Südafrika mit Rhodesien (jetzt Simbabwe). Gleichzeitig trug die Ausbildung der inzwischen erwachsenen Kinder ihre Früchte. Sie studierten Musik in Innsbruck, Wien, München und Saarbrücken. Das kam nicht nur der sich stets verfeinernden Qualität und Virtuosität der Konzerte der Engel-Familie zugute, sondern war gleichzeitig auch Grundstein für spätere individuelle musikalische Karrieren.

Stadtsaal Innsbruck (1966)
Von links nach rechts
Hintere Reihe: Jann, Fritz, Max, Uta, Paul, Engelvater Fritz
Vordere Reihe: Dita, Helga, Engelmutter Margarete
Mit dem Ziel, Freude an Musik zu vermitteln und damit ein wachsendes Publikum zu erfreuen, sowie gleichzeitig Interesse und Verständnis für das gemeinsame Musizieren zu wecken, erlangte die Engel-Familie von 1946 bis 1982 Weltruf. Ihre Konzerte, bei denen generell bis zu über sechzig verschiedene Instrumente zum Einsatz kamen, wurden nicht nur in Europa, sondern auch in Übersee mit großer Begeisterung aufgenommen.

links: Schulkonzert in Taipei/Taiwan (1963)
rechts: Fototermin in Sydney vor Opernhaus (1967)

Südafrika (1967)
Ab 1970 wurden auch die Enkelkinder in das Programm integriert - eine pädagogische Energieleistung des damals bereits in seinem 66. Lebensjahr stehenden "Engel-Vaters" - über alles "Wenn und Aber" hinweg.
Nach einer letzten großen Anstrengung, nämlich einer erneuten Japanreise der "Engel-Groß-Familie" mit Abstecher auf die Philippinen im Jahr 1977 reduzierte sich die Konzerttätigkeit schrittweise.

Mit vier Enkelinnen in Tokyo (1977)
Schlusspunkt der gemeinsamen öffentlichen Auftritte war die Aufzeichnung eines großen Weihnachtsmusik-Programms für das Österreichische Fernsehen im Jahre 1981.

In der Stiftskirche in Stams (1981)
Weiterführende Literatur:
Silvia Albrich-Warger: Die Engel-Familie. Musikanten aus Reutte in Tirol erobern die Welt. Haymon-Verlag, Innsbruck 1998, ISBN 3-85218-281-6. Erhältlich bei Amazon.
Wie es die Engel spielten. Eine Sammlung von Volksmusikstücken des Vaters der musizierenden Engel-Familie aus Reutte in Tirol. Aufgezeichnet von Susanne Fritz. Herausgegeben vom Tiroler Volksmusikverein und dem Südtiroler Volksmusikkreis im Eigenverlag, Innsbruck-Bozen 1996, ISBN 3-9500591-0-5. Erhältlich beim Tiroler Volksmusikverein (Heft 3).

